Disavow

Disavow

Definition

Ein Disavow ist eine formelle Anweisung an Google, bestimmte Backlinks bei der Bewertung einer Website zu ignorieren. Sie übermitteln dazu eine Textdatei über das Google Search Console Disavow-Tool, in der Sie einzelne URLs oder ganze Domains als unerwünscht markieren. Google behandelt diese Links daraufhin so, als würden sie nicht existieren.

Warum Disavow wichtig ist

Toxische oder manipulative Backlinks können das Ranking einer Website belasten — entweder weil sie aus früheren Link-Kampagnen stammen, die gegen Googles Richtlinien verstoßen, oder weil Wettbewerber absichtlich schädliche Links auf Ihre Domain setzen (Negative SEO). Wer ein manuelles Abstrafungsverfahren (Manual Action) erhalten hat, kommt ohne eine saubere Disavow-Datei meist nicht aus der Penalty heraus. Aber auch präventiv kann ein gezielter Disavow sinnvoll sein, wenn ein Backlink-Audit ein klares Muster aus Spam-Domains, Link-Farmen oder gekauften Verzeichnislinks zeigt. Wichtig: Das Tool ist kein Allheilmittel und sollte mit Bedacht eingesetzt werden — ein vorschneller Disavow hochwertiger Links schadet mehr als er nützt.

Beispiel

Ein Online-Shop für Sportartikel beauftragt vor einigen Jahren eine Agentur mit Linkaufbau. Die Agentur platziert Hunderte von Links auf thematisch völlig irrelevanten Seiten — Glücksspielportale, ausländische Verzeichnisse, privat gehostete Blogfarmen. Nach einem Algorithmus-Update verliert der Shop massiv an Sichtbarkeit. Ein Backlink-Audit identifiziert 340 verdächtige Domains. Diese werden in eine Disavow-Datei im Format domain:beispieldomain.com eingetragen und über die Google Search Console eingereicht. Einige Wochen später stabilisiert sich die Sichtbarkeit wieder.

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